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Apples Zukunft: Konzern ohne Guru

Das neue iPhone enttäuscht, das Verkaufstalent des Konzernchefs Tim Cook auch: Apple steht nach dem Tod von Steve Jobs vor schweren Zeiten. Ohne dessen visionäre Kraft droht das Unternehmen seine Vorreiterrolle zu verlieren. Welche Strategie hilft jetzt?

Steve Jobs' Nachfolger Tim Cook: "Einzigartigkeit dieser Firma"Zur Großansicht

Steve Jobs' Nachfolger Tim Cook: "Einzigartigkeit dieser Firma"

 

Hamburg - Schwarz schwebte das Apple-Logo über ihm, umrandet von einer weißbläulichen Aura. Einen kurzen Augenblick stand Tim Cook direkt darunter, presste die Handflächen aneinander, als wolle er beten.

Die Präsentation des neuen iPhone 4S am Dienstag ist durch den Tod von Steve Jobs nun nachträglich noch einmal zur Projektionsfläche von Gerüchten und Spekulationen geworden. Der irgendwie bleierne Auftritt des neuen Apple-Chefs deute darauf hin, dass Steve Jobs schon vor der Präsentation gestorben sei, behaupten manche. Andere sehen in dem wenig spektakulären Auftritt und in dem ebenfalls wenig spektakulären neuen Produkt ein böses Omen für Apples Zukunft.

Mit kleinen Schritten durchmaß Tim Cook die Bühne. Er versuchte einen Witz. "Es ist meine erste Präsentation als Chef. Ich bin mir sicher, das wussten Sie nicht", sagte er. Er versuchte selbstbewusst zu wirken: "Heute erinnern wir Sie an die Einzigartigkeit dieser Firma", sagte er und faltete die Hände zum Zelt.

Doch das Einzigartige fehlte. Zwar verfügt das iPhone 4S über eine ausgeklügelte Sprachsteuerung. Doch es ist nicht das lang erwartete iPhone 5, kein Wundergerät, das den Mobilfunk technisch und designmäßig auf die nächste Stufe stellt. Auch Cooks Präsentation war für viele eine Enttäuschung. Während der verstorbene Steve Jobs es stets geschafft hatte, seine Euphorie über neue Produkte auf sein Publikum zu übertragen, schürte Cook ungewollt Zweifel an Apple: Warum musste er so explizit an die Einzigartigkeit des Konzerns erinnern? Steve Jobs hätte so etwas wohl nicht getan.

Tod eines Magiers

Apple, der Branchenpionier, der die mobile digitale Musik und das mobile Internet weltweit alltagstauglich machte, steht mit dem Tod seines visionären Gründers vor schwierigen Zeiten. Der Konzern hat einen Magier verloren, einen meisterlichen Motivator. Viele fragen sich, ob Apple nun seine magische Kraft verliert.

Nun sollte man Cooks Auftritt nicht überbewerten; er ist erst seit Ende August im Amt, muss seine neue Rolle noch finden. Auch sollte man nicht vergessen, dass es ein Leben ohne Guru gibt, dass andere Konzerne nach dem Verlust ihrer Visionäre erfolgreich blieben: Microsoft zum Beispiel nach dem Rückzug von Bill Gates aus dem Tagesgeschäft oder General Electric nach dem Abgang der Manager-Ikone Jack Welch.

Doch es gibt auch durchaus berechtigte Bedenken, dass die Zeit der Apple-Revolutionen vorerst vorbei ist. Dass Tim Cook für Apple eine neue Konzernstrategie finden muss. Und dass diese weit weniger einzigartig sein wird als die des iGods.

Apples gigantisches Wachstum der vergangenen Jahre beruhte auf einem innovativen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz. Digitale Musik, internetfähige Handys, Tablet-Computer: Apple leistete in vielen Bereichen Pionierarbeit, schuf neue Märkte und sicherte sich den Löwenanteil an diesen.

Konkurrenten ziehen am Pionier Apple vorbei

Jetzt aber holt die Konkurrenz in den Märkten, die Apple geschaffen hat, auf. "Mit dem iPhone 4S hat Apple erstmals ein Produkt vorgestellt, das keine neue Messlatte mehr für die Konkurrenz auf dem Smartphone-Markt ist", sagt Rüdiger Spies vom Marktforscher IDC. "Dieses Mal ist es der Apple-Konzern selbst, der mit technologisch überlegenen Handys wie dem Samsung Galaxy S2 gleichziehen muss."

Auch auf dem Markt für Tablet-PC holt die Konkurrenz auf. Noch ist das iPad klarer Marktführer, in den meisten Staaten mit einem Anteil von mehr als 70 Prozent. Doch inzwischen bietet auch Samsung konkurrenzfähige Produkte an. HP verkauft erfolgreich ein Billig-Tablet für 99 Dollar. Und Ende September präsentierte Amazon mit dem Kindle Fire sein erstes Tablet. Es ist mit 199 Dollar nicht einmal halb so teuer wie das günstigste iPad von Apple (499 Dollar).

Der Online-Riese hat das Potential, seine Hardware ähnlich eng und elegant mit Inhalten und Software zu verknüpfen, wie Apple in seinem iTunes-Store. Dazu verfügt der Konzern über einen eigenen App Store und einen digitalen Laden für Bücher und Magazine. Amazon schwingt sich also gleich in zwei Märkten zu einem mächtigen Apple-Konkurrenten auf.

In allen wichtigen Märkten ist Apples Vorherrschaft bedroht - und damit auch das Wachstum des Konzerns. Mit iPhones machte Apple im dritten Geschäftsquartal 2011 gut 13,3 Milliarden Dollar Umsatz, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 150 Prozent; iPads brachten in der Zeit etwa sechs Milliarden Dollar Umsatz, ein Plus von 179 Prozent. Im dritten Geschäftsquartal 2007, dem letzten vor dem iPhone-Verkaufsstart, betrug Apples Konzernumsatz 5,4 Milliarden Dollar; im dritten Quartal 2011 waren es 28,6 Milliarden Dollar, mehr als das Fünffache.

Im Vergleich dazu gehen die Umsätze der einst so erfolgreichen iPods zurück. Holt die Konkurrenz weiter auf, differenzieren sich die Tablet- und Digitalproduktmärkte weiter aus, droht bei den Umsätzen mit iPads und iTunes-Store in einigen Jahren dieselbe Entwicklung.

Gehen die Gewinne bald zurück?

Auch die Gewinne würden dann wohl zurückgehen. Bislang profitierte Apple durch seinen Innovationsvorsprung und sein Premium-Image von einer enorm hohen Umsatzrendite. Im dritten Quartal 2011 lag sie bei mehr als 25 Prozent, weil Apple für seine Produkte üppige Preise verlangen kann. Nach Angaben des US-Marktforschers iSupply kostet etwa ein iPhone 4 in der Herstellung rund 180 Dollar, dazu kommen noch Kosten für Forschung, Werbung und Vertrieb. Verkauft wird das iPhone im Laden aber für bis zu 739 Dollar.

In einem ausdifferenzierten Markt aber purzeln die Preise. Am Dienstag reagierte Apple erstmals auf die sich rasch verändernden Bedingungen - mit einer Billigoffensive. Das iPhone 3GS gibt es bei Abschluss eines Mobilfunkvertrags über zwei Jahre in den USA künftig kostenlos.

Sein gewaltiges Wachstum wird Apple nur aufrechterhalten können, wenn das Unternehmen weitere Märkte revolutioniert. Doch für die bahnbrechenden Ideen war bei Apple stets Steve Jobs zuständig. Er ist der perfekte Konsument, er wusste, dass viele andere Konsumenten iPods, iPhones und iPads würden haben wollen, noch bevor es für solche Produkte überhaupt einen Markt gab.

Geht Apple unter Tim Cook in die Breite?

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Ob Cook das kann, ob er die Apple-Entwickler zu ähnlich visionären Produkten antreiben kann, ist fraglich. Und so könnte der neue Chef eine Strategie verfolgen, die er schon als Chief Operating Officer am besten ausfüllte: Er könnte Apples Vertriebs- und Lieferantenketten weiter optimieren und dazu die Position in den eroberten Märkten weiter verbessern und so verteidigen.

  • Die iCloud etwa - Apples zentraler Datenspeicherdienst, über den Nutzer von verschiedenen Geräten aus auf dieselben Inhalte zugreifen können - ist noch ausbaufähig. Sie könnte die verschiedenen Apple-Geräte noch besser vernetzen und Kunden noch stärker ins Konzern-Universum einbinden.
  • Mit dem kostenlosen 3GS macht Apple einen ersten Schritt in das Billigsegment, einen Markt, auf dem der Konzern bislang noch gar nicht aktiv ist und der vor allem in Schwellenländern gute Wachstumsmöglichkeiten bietet. Zudem kann Apple so seine Produktionsstätten aufrechterhalten.
  • Auch das sogenannte Smart Home - also die zentrale Steuerung von Energie, Sicherheit und verschiedenen Mediengeräten im Haus - ist ein attraktiver Markt, in den Apple vordringen könnte. Es wäre die logische Weiterentwicklung der eigenen Produktpalette.
  • Die bislang wenig euphorisch aufgenommene Sprachsteuerung des neuen iPhones hat ebenfalls großes Potential. Sie ermöglicht neue Apps, eine hochintuitive Software-Steuerung und gute Kooperationsmöglichkeiten mit der Autoindustrie.

Cooks Strategie könnte also sein, Apple mehr in die Breite zu entwickeln. Das ist zwar weniger sexy, aber trotzdem profitabel. Die Antwort auf die neuen Herausforderungen sei jedenfalls nicht "Was würde Steve tun?", sagt der Harvardprofessor David Yoffie der "New York Times". "Das wäre ein Rezept für Probleme."

Steve Jobs hat die Welt mit iPhone und iPad in die Post-PC-Ära geführt. Das war eine gewaltige Leistung. Auf Tim Cook wartet in vielerlei Hinsicht eine nicht minder schwierige Aufgabe: Er muss Apple in die Post-Jobs-Ära führen.




Neues über Apple, von Apple...

iPhone 6: Gerüchte und Bilder zum nächsten Apple-Smartphone

Entwurf für ein mögliches iPhone 6 nach den Vorstellungen des Fotodesigners Antoine Brieux. (Quelle: NAK Studio)

So könnte das iPhone 6 aussehen. (Quelle: NAK Studio)

Das iPhone 5 von Apple war noch nicht im Handel, da gab es schon Spekulationen, wie das Nachfolgemodell iPhone 6 aussehen könnte. IT-Experten, Journalisten und Apple-Fans grübeln längst über die denkbare Ausstattung, und ein französischer Fotodesigner hat das mögliche Design des nächsten Apple-Smartphones bereits in Bildern festgehalten. Wir fassen zusammen, was das iPhone 6 vermutlich können wird und zeigen die Entwürfe des Designers in unserer Foto-Show.

Der Home-Button des iPhone ist schon länger Gegenstand vieler iPhone-Gerüchte. Bereits beim iPhone 5 war erwartet worden, dass Apple auf die zentrale Taste am unteren Rand des Displays verzichten könnte. Bislang ist sie immer noch vorhanden, aber wie ein iPhone 6 ohne Home-Button aussehen könnte, zeigt der Fotodesigner Antoine Breiux in seinen Bildern. Statt des Buttons ziert bei seinem Design ein kleines Apple-Logo den unteren Rand der Vorderseite. Die Rückseite hat Brieux aus Glas gestaltet, während Apple beim iPhone 5 Aluminium verbaut hat.

Kommt zuerst ein iPhone 5S?

Die chinesische Zeitung Commercial Times will erfahren haben, dass statt eines iPhone 6 zunächst ein iPhone 5S kommen wird. Noch im Dezember soll eine erste Probeserie des iPhone 5S in Produktion gehen, im ersten Quartal 2013 soll es zu kaufen sein. Auch habe Apple sich sehr beeilt, die Zertifizierung für notwendige Komponenten abzuschließen. Das würde dafür sprechen, dass Apple das Design des iPhones zunächst nicht ändert, sondern nur zusätzliche Technik wie beispielsweise NFC ergänzt.

 

Neues Display für das iPhone 6

In einigen Blogs und Technikmagazinen wird auch bereits über die Ausstattung eines iPhone 6 spekuliert. Da ist von biegsamen und größeren Displays die Rede, eine Technik, die angeblich schon in Samsungs Galaxy S4 im kommenden Frühjahr Premiere feiern könnte. Viel wahrscheinlicher als ein biegsames Display ist jedoch ein p-Si LCD-Display, also ein Niedertemperatur-Polysilizium LCD. Solche Displays sind leichter, kompakter und sparsamer als das bisherige Retina-Display, gleichzeitig bieten sie sattere Farben und bessere Kontrastwerte. Außerdem lassen sich auf dem Glas zusätzliche Komponenten wie Mikroprozessoren anbringen. Dadurch könnte das iPhone 6 noch schlanker und leichter werden.

Mehr Power und mehr Speicher

Als sicher gilt, dass das iPhone 6 einen schnelleren Prozessor bekommt, vermutlich einen A7 Quad-Core-Prozessor, und mehr Arbeitsspeicher dürfte ebenfalls drin sein. Denkbar ist auch, dass das LTE-Funkmodul zukünftig mehr Frequenzen abdecken könnte – zur Zeit kann das iPhone 5 in Deutschland nur im Telekom-Netz per LTE surfen.

Das neue iPhone 5 ist dünner und leichter

Keine bahnbrechenden Innovationen beim iPhone 5 (Screenshot: AP)

Die fünfte Generation von Apples iPhone bietet viel Neues. Das Display hat zugelegt und auch der UMTS-Nachfolger LTE hat es in das Gerät geschafft. zum Video

iPhone 6 als Speicherriese

Da die Preise für Flashspeicher sinken – SSD-Festplatten werden derzeit immer günstiger – könnte das iPhone 6 zum Speicherriesen werden. Bisher gibt es das iPhone 5 mit maximal 64 GB Speicher, beim Nachfolger wären Kapazitäten von 150 bis 200 GB denkbar. Der iPod classic bietet bereits heute 160 GB, allerdings mit einer konventionellen Festplatte. Wenn man bedenkt, dass Smartphones immer häufiger zum Fotografieren und Filmen genutzt werden, ist mehr Speicherplatz durchaus sinnvoll. Dagegen spricht allerdings, dass Apple, wie auch Microsoft oder Google, auf die Cloud-Strategie setzt, bei der Daten nicht mehr lokal, sondern im Internet gespeichert werden. Für diese Strategie braucht das iPhone 6 keine größere Speicherausstattung als bisher.

iPhone 6 mit besserer Kamera

Apropos Foto und Video: Apple hat im Vergleich zum iPhone 4S beim iPhone 5 nicht viel an der Kamera geändert, die nach wie vor acht Megapixel hat. Damit hinkt Apple so manchem Konkurrent hinterher, das Lumia 808 von Nokia kann beispielsweise eine Kamera mit unglaublichen 41 Megapixeln vorweisen. Für das iPhone 6 wird deshalb über eine Kamera von mindestens zehn Megapixeln spekuliert, die Kamera auf der Displayseite könnte zwei Megapixel bekommen. Das iPhone 5 muss vorne noch mit 1,2 Megapixeln auskommen. Auch über verbesserte Kamerafunktionen wird spekuliert. Die Funktion "Anti Red Eye" soll vollautomatisch rote Augen verhindern, die üblicherweise auf einem Foto entstehen, wenn direkt in die Augen geblitzt wird.

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Kommt nach dem iPad mini das iPhone nano?

Seit Apple das iPad mini vorgestellt hat, mehren sich auch wieder die Gerüchte zu einem kleineren iPhone. So spekuliert das US-Blog iphone6newsblog, dass Apple nicht nur ein iPhone 6 vorstellt, sondern mindestens zwei Modelle mit unterschiedlichen Bildschirmgrößen, also ein iPhone 6 und ein iPhone 6 mini oder nano. Wieder andere prophezeien, dass das iPhone 6 noch ein Stück größer werde als das iPhone 5.

Fühlbare Tasten im iPhone 6

Reine Vermutung ist auch, dass das iPhone 6 fühlbare Tasten bekommt. Eine neue Technologie soll angeblich eine flexible Display-Abdeckung ermöglichen, so dass sich bei der virtuellen Bildschirmtastatur tatsächlich kleine tastbare Erhebungen nach oben wölben und dem Nutzer so das Gefühl vermitteln, eine echte Taste zu drücken. Zwar arbeitet tatsächlich ein US-Unternehmen namens Tactus Technology an dieser Technologie, allerdings darf bezweifelt werden, dass sie schon praxistauglich und zeitnah serienreif ist.

iPhone 6 mit Gehäuse aus Karbonfaser statt Aluminium

Das japanische Blog Macotakara meldete im September 2012, dass Mitarbeiter von Apple und Foxconn verschiedene Bauteile und Komponenten einer Firma testen, die auf Verbundwerkstoffe aus Karbonfaser spezialisiert ist. In der Meldung heißt es sogar, dass die Bestellung eigentlich zu groß sei, als dass es sich dabei um reine Probemuster handeln könne. Zudem habe Apple Patente angemeldet, die Gehäuseteile aus Karbonfaser und Verbundwerkstoffen beinhalten. Aber dass Apple beim iPhone 6 schon wieder von Aluminium abrückt, wo man doch gerade erst das Unibody-Gehäuse aus Aluminium etabliert hat, ist wenig wahrscheinlich.

Spekulationen und Wunschdenken

Gerüchte hin, Spekulationen her: Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass viele der Mutmaßungen am Ende eingetroffen sind. Während die ersten Berichte noch Luftschlösser bauen, fußen vor allem später auftauchende Gerüchte oftmals auf Aussagen von Mitarbeitern der herstellenden Unternehmen. So hat das iPhone 5 in Ausstattung und Funktionen fast genau dem entsprochen, was Gerüchte vorhergesagt hatten.

 



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